Max Mannheimer

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Max Mannheimer wurde 1920 in der Tschechoslowakei geboren und arbeitete nach dem Besuch der Handelsschule als Kaufmann. Nach der Besetzung des Sudetenlandes durch Nazi-Deutschland floh er nach Ungarisch Brod.

1943 wurde er mit seiner 8-köpfigen Familie ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, im Oktober 1943 als "Arbeitsjude" nach Warschau und im August 1944 ins KZ Dachau überstellt. Am 30. April 1945 wurde er von US-Truppen befreit.

Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung hatte er ertragen müssen. Trotzdem blieb er in Deutschland und gründete mit einer junge Deutschen in München eine Familie.Heute lebt Max Mannheimer in der Nähe von München und ist unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau.

Den heutigen jungen Leuten sagt er: "Ich hoffe, dass meine Vorträge wenigstens etwas dazu beitragen, den jungen Leuten diese damalige Zeit näher zu bringen. Denn ich erkläre, dass ich nicht als Ankläger und auch nicht als Richter, sondern nur als Zeuge der Zeit komme, damit sie wachsam sind.

Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif, man muss etwas dafür tun – und wenn es nur das ist, ein Hakenkreuz wegzuwischen, denn unter diesem Symbol sind mehr als 50 Millionen Opfer zu beklagen." In dem Werk „ Spätes Tagebuch“ hat er das Erlebte für die Nachwelt festgehalten.

Seine Grundhaltung gegenüber den Deutschen, die er insbesondere jungen Leuten vermitteln möchte, lautet: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon."