Eingestellt am: 19.04.2018

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Forderungen der Bayerischen
Privatschulen für die Legislaturperiode 2018-2023

Pressekonferenz am 20. März 2018
im Presseclub München

 

Pressemitteilung

„An staatlichen Schulen wurde über die Jahre hinweg die Zahl der Schüler pro Lehrer laufend  verbessert. Private Schulen vergleichbar besser zu stellen ist im Schulfinanzierungsgesetz eigentlich festgelegt“, so Bernd Dietrich, Präsident des Verbands Bayerischer Privatschulen, auf einer  gemeinsamen Veranstaltung mit den katholischen, evangelischen, Montessori- und Waldorfschulen im Münchner Presseclub.

Diese Zusage sei aber bisher nicht eingelöst worden. Um den unabweisbaren Nachholbedarf endlich zu decken, sei es die gemeinsam erhobene Forderung der Privatschulen, innerhalb der nächsten Legislaturperiode die Finanzhilfen um 15 % zu erhöhen, so Peter Kosak vom Schulwerk der Diözese Augsburg. Bayern sei zwar im Vergleich zu Hamburg noch von Schließung katholischer Schulen entfernt, aber die Landespolitik sei aufgefordert, noch rechtzeitig Weichen zu stellen.

Auch Manfred Roß, Geschäftsführer der Evangelischen Schulstiftung, fordert eine faire Finanzierung der Privatschulen, da die Lücke zu Ungunsten der Schulträger und der Eltern trotz Erhöhungen beim Schulgeldersatz inzwischen bedrohlich groß geworden sei. „Um die allerseits anerkannte und als unverzichtbar bezeichneten Bereicherung des bayerischen Bildungswesens durch die Privatschulen nicht nur finanziell ausreichend zu fördern, müssen auch in anderen Bereichen die Weichen nachhaltig umgestellt werden“, so Peter Kosak, Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg. Änderungen seien bei der Benachteiligung der Privatschulen notwendig, wenn es um deren Versorgung mit Lehrkräften gehe, so Manfred Roß, Geschäftsführer der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. „Ein Mehr an Eigenverantwortung dafür, wer an Privatschulen unterrichten darf, muss erlaubt sein.“

Allein schon im Interesse von Schülern, Eltern und der Schule selbst werde bei Einstellungen auf die erforderliche Eignung und Qualität geachtet werden. Der Trend, gleichwertige Ausbildung staatlicherseits immer dann besonders restriktiv zu handhaben, wenn der Staat gerade selbst Lehrer braucht, sei in hohem Maße unfair.

Nicht zuletzt, so Manfred Burghardt, Vorstand des Montessori Landesverband Bayern, und Dr. Ulrich Miller, Geschäftsführer vom Montessoriverband Nordbayern und Andrea Wiericks, Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Bayern, liege bei der staatlichen Schulaufsicht Vieles im Argen. Allzu häufig werde nicht berücksichtigt, dass gerade Privatschulen besondere pädagogische Konzepte anbieten.“ Hier muss einfach Neutralität herrschen.“ Staatliche Schulaufsicht muss sich auf die Genehmigung und die Anerkennung der Abschlüsse konzentrieren – und zwar unter
besonderer Berücksichtigung der grundgesetzlich garantierten Privatschulfreiheit. Zu versuchen, staatliche und private Schulen über einen Leisten zu scheren, sei hierbei nicht der richtige Weg.

v. i. S. d. P. Erwin Haydn

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