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Fit für unsere Zukunft – Der Neubau in der Pfingstrosenstraße

Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert - Stand: 22.08.2021

 

Die Gründer unsere Schule haben sich bei deren Entstehung ganz bewusst für einen Namen entschieden, der das Wort „klein“ beinhaltet. Das Kleine private Lehrinstitut Derksen ist bis heute eine der kleinsten Schulen in Bayern und möchte das auch weiterhin bleiben. Gemeint ist damit eine Schule, die überschaubar und damit transparent, vertrauensvoll und sicher ist. Ein guter Lernort, an dem stabile Beziehungen und ein kontinuierlicher Dialog gelebt werden. Diese sind die Basis dafür, dass sich die Persönlichkeiten der Schülerinnen und Schüler gesamthaft entfalten können. Um Beziehungen entwickeln, gestalten und auch leben zu können, braucht es menschliche Nähe an echten Orten – Räume, die zu einem Zuhause werden, weil in ihnen gleiche Werte, Regeln und eine gemeinsame Haltung zum Ausdruck gebracht werden. Weil man hier – auf eine ganz andere Weise als in virtuellen Räumen – kreativ, nahbar und lebendig wird. Diese Erfahrung hat uns die Corona-Pandemie sehr deutlich vor Augen geführt.

Welche Chancen bietet der Neubau für uns?

Durch die Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums ist für die Schule eine durchgängige Zweizügigkeit richtungsweisend geworden: Sie bietet eine bessere Planungssicherheit und größere Flexibilität. Dieses ist auch in der Schullandschaft in der Metropolregion München ein Wettbewerbsvorteil.

Im jetzt bestehenden Hauptgebäude war bereits eine Zweizügigkeit vorgesehen. Da die zusätzlich angemieteten Räumlichkeiten im Waldklausenweg auch unter dem Aspekt der Wiedereinführung des G-9 nicht ausreichen, um eine komplette Zweizügigkeit herzustellen, hat die Stiftung zur Förderung des Lehrinstituts Derksen die Gelegenheit beim Schopf gepackt und das direkt benachbarte Grundstück an der Pfingstrosenstraße 67, das letztes Jahr zum Verkauf stand, erworben. Darauf soll nun ein Neubau errichtet werden, der das bestehende Gebäude ergänzt.

Dieses Bauprojekt soll aber mehr als eine reine Schulerweiterung sein, vielmehr wollen wir als Schulfamilie in diesem Prozess auch die Bedeutung von Lernräumen nochmals hinterfragen, neu einordnen und auf der Basis unserer pädagogischen Prämissen und unserer Werte weiterentwickeln.

Vor allem im Bereich der Digitalisierung und Inklusion entstehen ständig neue Anforderungen an den Unterricht. Der Neubau eröffnet uns als Schule die Möglichkeit, auch entlang dieser Stellschrauben das pädagogische Konzept zu kultivieren, wobei das Augenmerk auf Beziehungs- und Lernkultur gerichtet ist.

Wie ist dieses Projekt bis jetzt strukturiert?

Eigentümer des Grundstücks ist die Stiftung zur Förderung des Lehrinstituts Derksen. Sie stellt dem Träger der Schule – der Kleines privates Lehrinstitut Derksen gGmbH – Grundstück und Gebäude zur Nutzung spätestens zum Beginn des Schuljahres 2024/25 zur Verfügung. Bisher liegt der Vorbescheid für den Bau vor, der klare Rahmenfaktoren für das Gebäude in Bezug auf Bauweise und Größe regelt. Bis Ende des laufenden Jahres wird die Baugenehmigung eingereicht, und im Sommer 2022 soll dann auch die Bauphase starten, die ungefähr zwei Jahre dauern wird.

Bis zum Herbst 2021 wollen wir das Konzept für das neue Gebäude entwickeln und die Schulfamilie einladen, sich mit Ideen und konkreten Vorschlägen einzubringen. Um diesen Beteiligungsprozess zu begleiten, wurde eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen. Hier arbeiten Jan Derksen, Elisabeth Hiemer, Ruth Lintemeier und Manfred Selg mit unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten zusammen und sind gerne bereit, weitere Auskünfte zum Projekt zu erteilen.

Das wichtigste Dialogforum für dieses Projekt ist das Schulforum, das sich seit Jahren als zentrales Format etabliert hat: Hier tauschen sich regelmäßig Vertreter des Kollegiums, der Eltern und Schülerinnen und Schüler sowie die Leitungsebene aus. Bei Bedarf werden auch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule eingeladen. Das Schulforum ist von einer lebendigen und vielseitigen Diskussion geprägt; die Themen werden langfristig verfolgt und dokumentiert. Daher ist es in den Augen der Steuerungsgruppe eine geeignete und gute Plattform, um das Projekt in der Schulfamilie zu verankern.

Alle Anregungen werden in den monatlichen Treffen der Steuerungsgruppe reflektiert, und die Ergebnisse werden wiederum über das Schulforum in die einzelnen Gruppen weitergegeben. Auf diese Weise soll ein kontinuierlicher Informationsfluss garantiert werden. Dafür braucht es auch die Unterstützung aller Beteiligten: Es ist grundlegend, dass alle Informationen zum Status des Projektes von den Vertreterinnen und Vertretern in ihre Gruppen weitergegeben werden. Sie sollen auch dafür sorgen, dass in den einzelnen Gruppen eine lebendige Diskussion zum Projekt entsteht – die dann wieder im Schulforum und in der Steuerungsgruppe reflektiert wird.

Somit ist eine Struktur für dieses Projekt geschaffen – nun geht es darum, ein pädagogisches und gestalterisches Konzept für die neuen Räumlichkeiten zu entwickeln, das zu Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Architekten besprochen wird. An dem pädagogischen Konzept arbeitet Herr Selg bereits seit einiger Zeit und tauscht sich hier insbesondere mit der Gründerin der Schule Barberina Derksen, den Vertretern des Lehrerkollegiums und der Schülerschaft sowie den Inklusionsbeauftragten aus. Ausgehend vom Konzept unserer Schule, bei dem das Kind im Mittelpunkt steht und seine besondere Persönlichkeit und seine vielfältigen Begabungen zur Entfaltung gebracht werden sollen, werden nun die pädagogischen Anforderungen und großen Chancen für das Lernen durch die Digitalisierung des Unterrichts eingebunden. Dabei bleibt das besondere Augenmerk auf alle Bereiche der Inklusion erhalten. Wenn das pädagogische Konzept für unseren neuen Lernort eine Kontur gefunden hat, können wir dazu übergehen, uns mit den gestalterischen Grundlagen zu beschäftigen. Wir sind gespannt, wie unser Neubau aussehen wird.

Und wenn wir auf alle vorhandenen Orte blicken, dann gibt es derzeit fünf (!) für unsere Schulfamilie, die eine zum Teil lange Geschichte haben: Das zentrale Schulgebäude, das Haus am Waldklausenweg, das Schullandheim in Thiersee, die neue Sporthalle und der jetzt vorgesehene Neubau an der Pfingstrosenstraße. Allen Orten ist gemeinsam, dass sie uns „Fit für unsere Zukunft“ machen.